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            CHAGALL DEMO/TEST-VERSION       DOKUMENT 
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                                                   Rodorf, den 15.1.93 
 
  
Sehr geehrte Chagall-Interessenten,


anbei erhalten Sie die Demo/Test-Version von CHAGALL !

Dies ist eine Vorab-Dokumentation. Sie soll nur den ersten Chagall-
Anwendern schon einmal rasch die wichtigsten Informationen geben. 
Das ausfhrliche Chagall-Handbuch ist noch in Arbeit. Wollen Sie diese
Kurzanleitung nicht lesen, sollten Sie trotzdem einmal das Postscriptum
dieses Dokumentes lesen, da dort evtl. die neuesten, wichtigen Tips
aufgefhrt sind.

Sollten Sie Verbesserungsvorschlge haben, sind wir gerne bereit, diese 
in die Weiterentwicklung von Chagall einzubeziehen. 
Wir mchten Sie allerdings sehr darum bitten, uns Ihre Vorschlge 
schriftlich zukommen zu lassen.

Wir wnschen Ihnen bereits mit dieser Demoversion viel Vergngen.
Sobald die Basisversion auslieferungsfhig ist, melden wir uns!
 
Mit freundlichen Gren 
 
Ihr Trade iT Team 
 
 
Trade iT 
Arheilgerweg 6a 
D-6101 Rodorf 
 
Tel:06154-9037 
Fax:06151-82894 



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Inhalt
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Welcher Scanner pat zu Chagall?
Modularitt
Was ist Chagall?
Funktionsumfang Chagall Basisversion
    Funktionsgruppen
    Funktionen
    In Vorbereitung
Wie bekommen Sie nun ein Bild in Chagall?
Die Benutzeroberflche
Allgemeines zu den Dialogboxen
Bildformate
Funktionsgruppen
Lineale
Bereichsfunktionen
Werkzeuge
Spezielles
Maskenfunktionen
Module
Sonstiges
Tastaturbefehle

Welcher Scanner pat zu Chagall?
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Chagall untersttzt das GDPS-Konzept. Jeder Scanner, fr den ein GDPS-
Treiber existiert, kann eingesetzt werden. Somit knnen Sie auch mit 
Handscannern oder Flachbettscannern unterschiedlicher Fabrikate aus 
CHAGALL heraus scannen, vorausgesetzt, Sie besitzen einen Treiber fr 
Ihren Scanner, der das GDPS-Konzept korrekt (!) unterstzt.

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Modularitt
=========== 

Chagall ist fr die Zukunft als offenes System konzipiert, welches 
jederzeit durch zustzliche Module, wie z.B. auch fr DTP, erweitert 
werden kann. 
Die hier vorliegende Demo und die daraufolgende "Basisversion" besitzen 
diese Modularitt noch nicht. Wir wollen eine knftige modulare Version 
als Update anbieten.


Was ist Chagall?
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Es knnen sowohl Bilder gescannt und verarbeitet als auch komplett neue 
Bilder gestaltet werden. Chagall untersttzt Ihre Kreativitt, indem es 
Zeichen- und Malwerkzeuge, die Sie sonst in Hnden halten, z.B. Marker
oder Kreide, in ihrem realen Verhalten nachahmt.

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Funktionsumfang Chagall "Basisversion" 
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Funktionsgruppen:

- Scansoftware 
- EBV (Rasterbildverarbeitung) 
- TrueColor-Malprogramm 
- Vektorgrafik incl. Tracer 
- Beschriftung 
  (Raster- und Vektorfonts) 
 
Funktionen:
 
- Bilder scannen/laden/malen 
- Malwerzeuge von 1 Bit bis 24 Bit 
- Filter- und Blockfunktionen 
- mchtige Maskenwerkzeuge (8 Bit) 
- Rasterfunktionen zum optimalen Druck 

In Vorbereitung:

- Einsatz von Vektorgrafik, auch als Maske/Pfad 
- Vektorisieren von Bildern 
- Editieren von Vektorgrafik
- Einsatz von GDOS-Fonts als auch Vektor-Fonts 
- u.v.a. mehr 
 
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Wie bekommen Sie nun ein Bild in Chagall?
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Am einfachsten ist der Menpunkt "Datei / Neu...". Dort wird ein Dialog 
geffnet, in dem Sie Bildtyp und Gre einstellen knnen. Ist dies 
geschehen und mit der Taste "Ausfhren" besttigt, liegt das gewnschte 
Bild als weie Flche vor und Sie knnen mit den Malwerkzeugen 
loslegen.

ber den GDPS-Treibereingang finden alle Scanner mit einem GDPS-Treiber 
Anbindung. Alle von Trade iT vertriebenen Scanner werden untersttzt, 
auerdem liegen zahlreiche Treiber fr Fremdfabrikate vor.

Ein einmal gescanntes Bild kann beliebig manipuliert, 
korrigiert oder verfremdet werden.
 
Eine beraus genaue Vergrerungsroutine erlaubt 
es, Bilder auf ein gewnschtes Ma zu bringen, ohne dabei 
allzuviel Information einzuben.

Chagall scannt, ldt oder erzeugt TrueColor(24Bit), Halbton (8Bit) und 
monochrom (1Bit) Rasterbilder. CYMK (32Bit) ist in Vorbereitung.
 
Chagall luft auf allen Rechnern der ATARI ST/STE/TT/FALCON - Serie, 
selbtsverstndlich ist es jedoch angeraten, 4MByte und eine Festplatte 
zu besitzen, da erst so ein sinnvolles Arbeiten mglich wird. Chagall 
wurde auflsungsunabhngig programmiert und luft auf jeder Grafikkarte 
mit korrektem VDI-Treiber. Sollte es bei der Darstellung einmal 
Probleme geben, existiert ein Kompatibilittsmodus, in welchem wirklich 
jede (korrekte) Grafikkarte den Bildinhalt, zwar etwas langsamer, 
sauber darstellt.

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Die Benutzeroberflche 
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Chagall luft auch unter MULTI TOS und auf dem FALCON 030. Um mit
MULTI TOS und hnlichen Betriebssystemerweiterungen mglichst 
frei arbeiten zu knnen, wurden alle Dialogboxen in Fenster 
gelegt. Sollte Ihnen durch die vielen Fenster der Dialog zu langsam 
werden, knnen Sie auch Standarddialoge benutzen. Dann liegen nur noch 
Toolboxen im Fenster.

Die Oberflche ist anpassungsfhig: Viele ihrer Eigenschaften knnen 
Sie selbst nach Ihren Wnschen konfigurieren, damit Sie sich darin "zu 
Hause" fhlen. 
Das erste Beispiel dafr haben wir eben schon erwhnt. Des weiteren ist 
z.B. ein "3D-Look" voreingestellt, wie er heute auf allen gngigen 
grafischen Benutzeroberflchen Standard ist. Wollen Sie
jedoch lieber die gewohnte "spartanische" GEM- Oberflche, knnen Sie 
dies einstellen. Ein drittes Beispiel: Wenn Sie eine Dialogbox 
geffnet haben, z.B. um ein Bild mit einem Filter zu manipulieren, 
dann knnen Sie angeben, ob diese Box nach dem Ausfhren des Filters 
wieder geschlossen wird oder ob sie offen bleibt, damit Sie den
nchsten Filter anwenden knnen. Sie knnen dabei soviele Fenster 
anlegen, wie es das System erlaubt, so da auch mehrere Boxen 
gleichzeitig offen sein knnen und Sie somit immer direkten Zugriff auf 
alle Funktionen haben.
 
Da inzwischen mit Zusatzprogrammen wie "WINX" oder unter MULTI TOS 
mehr als 7 Fenster geffnet werden knnen, ist eine Handhabung von 
vielen Dialogen sehr einfach, da auch Dialoge, die in einem unteren 
Fenster liegen, bedient werden knnen. So ist es z.B. mit einem 
Grobildschirm einfach mglich, sich eine Arbeitsumgebung einzurichten, 
von der Sie dann alle gewnschten Komponenten wie Werkzeuge, 
Filterfunktionen oder Blockfunktionen direkt erreichen. Das Bild, 
welches manipuliert wird, befindet sich wie blich im obersten 
Fenster. Sollte das oberste Fenster ein Dialog sein, wird das Bild 
benutzt, welches als letztes "aktuell" war. Ein aktives Bild wird 
immer mit einem Sternchen "*" gekennzeichnet. Bei einigen Operationen 
kann es vorkommen, da nach dem Schlieen eines Fensters kein anderes 
aktiv ist, d.h. es ist kein Fenster mit einem "*" versehen. In diesem 
Falle klicken Sie auf das Fenster, das Sie bearbeiten wollen, dies wird 
"hochgeholt" und automatisch aktiviert.

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Allgemeines zu den Dialogboxen 
============================== 
 
Im allgemeinen liegen Dialogboxen in einem Fenster. Das 
Erscheinungsbild der Dialoge knnen Sie ber den Menpunkt 'Dialoge' im 
Men 'Optionen' einstellen. Whlen Sie dort 'Standarddialoge', so 
werden, bis auf die Toolboxen, die Dialoge nicht in Fenstern abgelegt.
 
Man unterscheidet zwei Typen von Dialogen: modale und nicht 
modale Dialogboxen. Sie erkennen modale Dialogboxen daran, da 
sie, falls im Fenster, keine fenstertypische Schliebox haben und 
da die Knpfe, die eine Aktion starten oder den Dialog beenden,
mit "Abbruch" und "Ok" beschriftet sind. Diese Dialoge verlangen
eine Eingabe, bevor anderweitig weitergerabeitet werden kann.
 
Nicht modale Dialoge besitzen eine Schliebox, die die gleiche 
Funktion hat wie sonst der "Abbruch"-Knopf: die Box wird geschlossen 
und die Werte nicht bernommen. Diese Dialoge haben die 
Knopfbeschriftung "Zurcksetzen" und "Ausfhren", da dort eine Eingabe 
erfolgen kann, aber nicht erwartet wird. Von diesen Dialogen knnen Sie 
beliebig viele auf dem Desktop plazieren, diese sind immer zu einer 
Eingabe bereit.
 
Dialogboxen, die nicht in einem oberen Fenster liegen, bedient man, 
indem man zuerst die rechte Maustaste drckt und gedrckt hlt und dann 
die gewnschten Felder mit der linken Maustaste anwhlt. Sollten Sie 
WINX benutzen, was normalerweise von uns beigelegt wird, ist dies ab 
Version 2.1 nicht mehr notwendig.

Achtung: Doppelklick funktioniert immer (!) nur auf dem obersten 
Fenster (GEM-Problem).


Bildformate:
============ 
Geladen werden knnen ESM, TIFF (5.0) (LZW, RLE, unkom-
primiert), GIFF, IMG, PAC, PIC, PI3, IFF und andere Screen-
formate, geschrieben werden ESM, TIFF (6.0), IMG, PAC u.a.
 
TGA (Targa), XIMG und PCX sind in Vorbereitung.
 
Wir versuchen, die Formatbibliothek so zu bestcken, da alle gngigen 
Formate gelesen und geschrieben werden knnen, damit einem 
Datenaustausch, auch systembergreifend, nichts im Wege steht.

 
Funktionsgruppen 
================ 
 
Chagall ist in der Bedienung in sinnverwandten Funktionsgruppen, 
sogenannte "Toolboxen" organisiert. Die Toolboxen liegen immer in einem 
Fenster und knnen immer erreicht werden. Falls eine Toolbox von einem 
Fenster verdeckt wird, kann sie ber die Menleiste oder die ent-
sprechende Funktionstaste wieder "hochgeholt" werden.
 
Sie haben momentan in Chagall folgende Hauptgruppen von 
Funktionen (Iconreihenfolgen werden von links nach rechts 
und oben nach unten beschrieben):

 
Lineale 
=======

(Menpunkt "Lineale" oder Funktionstaste 'F1')
     
Diese Box stellt die Schaltzentrale von Chagall dar. Die sechs kleinen 
Icons oben stellen den Arbeitsmodus dar, dies wren:

Malmodus 
Die Malwerkzeuge sind aktiv, hier werden die Einstellungen aus der 
Werkzeugbox beachtet und im Bild gemalt, wenn die linke Maustaste 
gedrckt wird.

Maskenmodus  
Ist dieses Icon angewhlt und enthlt das Fenster eine Maske, knnen 
Sie nun mit allen Funktionen, bis auf die Maskenfunktionen, auf der 
Maske arbeiten. Die Maske ist in dem Moment als Bild geschaltet, so da 
Ihnen ein Halbtonbild vorliegt. 

Textmodus  
(noch nicht implementiert) In diesem Modus knnen Sie Text eingeben 
oder vorhandenen Text ndern 

Blockmodus 
in diesen Modus mssen Sie wechseln, wenn Sie einen Rahmen 
erstellen mchten, um z.B. einen Block auszuschneiden.
   
Die vier unteren Icons sind nur im Mal und Maskenmodus 
interessant:
    
Sie knnen das aktuelle Werkzeug ber einen bestimmten Weg fhren. 
Dabei bedeuten die Icons im einzelnen:
        
Pfeil 
Das Werkzeug luft in Echtzeit mit der Maus

Rechteck:
Sie ziehen mit der Maus ein Rechteck im Bild auf. Beim Loslassen der Taste 
wird das Werkzeug entlang des Rechtecks gefhrt. Drcken Sie beim 
Loslassen 'SHIFT', wird der Vorgang nicht gestartet.

Kreis 
Gleiches Verhalten wie bei Rechteck, nur wird hier ein Kreis 
aufgezogen.

Kurve
Hiermit knnen Sie eine freie Kurve definieren, bei der Linien 
und Bzierkurven gemischt sein knnen. Durch das Setzen einzelner 
Punkte im Bild (Maustaste kurz klicken) erzielen Sie einen 
Polygonzug. Halten Sie jedoch nach dem Klick die Maustaste gedrckt, 
ziehen Sie eine Bzierkurve auf.
Wollen Sie nun das Werkzeug ber die Kurve laufen lassen, halten Sie 
beim nchsten Klick die 'ALT'-Taste gedrckt, wenn Sie zustzlich die 
'CTRL'-Taste drcken, wird die Kurve am Schluss tangential 
geschlossen durchlaufen.
Diese Art von Werkzeugfhrung bietet Ihnen vielfltige Mglichkeiten, 
z.B. an Konturen von Objekten ein Wekzeug zitterfrei entlangzufhren.
Auch hier wird durch ein Drcken der 'SHIFT'-Taste das Erstellen der
Kurve beendet, ohne zu malen.
    
In Block- und Textmodus ist nur der Pfeil whlbar.
    
Der Name "Lineale" zeigt schon das Konzept von Chagall: statt mehrerer 
Funktionen whlen Sie ein Werkzeug und ein Lineal, an dem dieses 
Werkzeug entlangluft.
 
Ein Doppelklick auf ein kleines Icon der Linealbox aktiviert die 
korrespondierende Toolbox.
     
     
Bereichsfunktionen
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(Menpunkt "Funktionen" oder Funktionstaste 'F2') 
    
Hier erreichen Sie alle Funktionen, die sich auf eine geo-
metrische Berabeitung von Bildinhalten beziehen.
    
Die Bedeutung der Icons:
    
Ausschneiden (Auch Menpunkt "Ausschneiden" oder 'CTRL-X')
Ein vorher markierter Rahmen wird in den Blockpuffer kopiert, der 
Bildhintergrund wird wei.

Kopieren (Auch Menpunkt "Kopieren" oder 'CTRL-C') 
Wie Ausschneiden, nur der Bildhintergrund bleibt, wie er war.
 
Einfgen (Auch Menpunkt "Einfgen" oder 'CTRL-V') 
Ein im Blockpuffer befindlicher Block wird ins Bild kopiert.

Block laden 
Ein ESM-Bild wird in den Blockpuffer geladen.
 
Block speichern 
Ein Block kann als ESM-Bild abgelegt werden.

Block als Bild 
Ein Block wird als "autonomes" Bild in einen Fenster 
geffnet. 
  
Haben Sie einen Block im Puffer, dies knnen Sie daran sehen, da die 
Ecken der Blockmarkierung gefllt dargestellt sind, wird dieser beim 
Verschieben angezeigt. Nur im Mal und Textmodus knnen vorhandene 
Blcke nicht gesehen werden.
  
Um einen Block von einem Fenster in das andere zu bewegen, nimmt man 
ihn mit der Maus auf, draggt (zieht) ihn auf das gewnschte Fenster und 
lsst los. Dabei ist es egal, ob der Blockinhalt und das Zielfenster 
die gleiche Anzahl Farben haben! In der jetzigen Version wird ein 
Einfgen von ungleichen Blcken abgewiesen, spter werden diese 
automatisch umgewandelt. Zieht man den Block auf den Desktop, wird ein
neues Fenster mit dem Blockinhalt geffnet.
    
Ein Doppelklick auf die o.g. Icons erzeugt eine Parameterbox. Hier 
knnen einige Blockparameter eingestellt werden, z.B. ob eine Maske 
beachtet werden soll u..
    
Skalieren 
Ein markierter Rahmen oder das ganze Bild kann in Prozentschritten 
vergrert oder verkleinert werden.

Spiegeln 
Ein markierter Rahmen oder das ganze Bild kann an der X- bzw- Y- 
Achse oder an einer freien Linie (noch nicht implementiert) gespiegelt 
werden.

Drehen 
Ein markierter Rahmen oder das ganze Bild kann in 0.1 Grad-
Schritten gdreht werden.
  
Block lschen 
Ein vorhandener Block wird aus dem Puffer entfernt, der Speicher wird 
freigegeben

Bild lschen
Der Bildinhalt wird gelscht, d.h. das Bild wird komplett Wei, der
Speicher bleibt erhalten

UNDO-Puffer lschen 
Ein vorhandener UNDO- Puffer wird gelscht, der Speicher wird 
freigegeben.
 

Werkzeuge
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(Menpunkt "Werkzeuge" oder Funktionstaste 'F3')

Hier haben Sie die Auswahl zwischen zwlf verschidenen Werkzeugtypen:
    
Tuschestift
Ein deckender Farbstift, der den Hintergrund nicht beachtet 

Marker
Ein transparenter Farbstift, der sich mit dem Hintergrund verknpft, 
d.h. er malt da, wo der Hintergrund heller als die Werkzeugfarbe ist.

Toner
Gegenteil von Marker: malt an den Stellen, an denen der Hintergrund 
dunkler ist.

Kreide
Malprinzip wie Tuschestift, es wird jedoch das physikalische Verhalten 
einer Kreide simuliert.

Pinsel
Malprinzip wie Tuschestift, es wird jedoch das physikalische Verhalten 
eines Pinsels simuliert.

Sprhdose
Malprinzip wie Tuschestift, es wird jedoch das physikalische Verhalten 
einer Sprhdose simuliert. Mithilfe von Masken sind Sie hier in der 
Lage, komplette Airbrusharbeiten am Rechner durchzufhren.

Aufheller
Der unter der Maus befindliche Bildteil wird nach und nach aufgehellt.

Abdunkler
Der unter der Maus befindliche Bildteil wird nach und nach abgedunkelt.

Graustift
Dies ist ein Effektstift, der nur im Farbbild funktioniert: Fhrt man 
mit diesem Stift ber einen Bildbereich, wird dieser in Grautne 
gewandelt, soda man bestimmte Bereiche eines Bildes hervorheben kann.

Schwamm
Verwischt Bildbereiche.

UNDO-Stift
Ist ein UNDO-Puffer angelegt worden, kann dieser als Quelle dienen und 
das Bild wieder restaurieren.

Radierer
Ein weier Stift, der radikal alles 'wegputzt'.
 
Mit einem Doppelklick auf ein Werkzeug-Icon erhalten Sie die 
Werkzeugparameterbox, diese ist weiter unten beschrieben.

Beim Arbeiten mit den Zeichenwerkzeugen kann durch Klicken ins Bild bei 
gedrckter 'ALT'-Taste ein Bildblock als Werkzeug "gepickt" werden. 
Dafr mu man im Malmodus sein. Damit kann auch mit Bildinhalten gemalt 
werden ("Stempel").

Beim Klicken bei gedrckter 'CTRL'-Taste erhlt man den Umri des 
Wekzeuges, um es besser plazieren zu knnen, es wird nicht gezeichnet.
 
Mit linker SHIFT-Taste und Klick wird die unter der Maus befindliche 
Farbe in das aktuelle Werkzeug bernommen, ohne Form und sonstige 
Eigenschaften zu beeinflussen.

 
Spezielles 
==========

(Menpunkt "Spezial" oder Funktionstaste 'F4') 
 
Hier finden Sie einige wichtige Funktionen der EBV:
    
Gammakurve
Hier knnen Sie Kontrast, Helligkeit und andere Bildparameter 
beinflussen.

Filter
Dieses Icon ffnet Ihnen eine Box, die viele Filter wie Schrfen, 
Gltten etc. bereitstellt. In monochromen Bildern sind ent-
sprechend andere Filter vorhanden.

Verlauf
Sie knnen hiermit einen Farb- oder Grauverlauf frei definieren.

Konvertieren ("pfel nach Birnen"):
Hier knnen Sie verschiedene Bildtypen untereinander konvertieren, also 
z.B. ein Graubild nach Farbe wandeln u.v.a. mehr.

Farbe tauschen
Diese Funktionen arbeitet nicht im RGB- sondern im HSV-Modell. Hier 
definieren Sie einen Farbraum, der dann auf eine anderen Farbflche 
projiziert wird. So knnen Sie z.B. eine grne Paprika blau einfrben, 
ohne da etwas von der Detailtreue verloren geht!

Fllen
Hier knnen Sie zusammenhngende Flchen mit einer 
Farbe/einer Graustufe fllen.

Textattribute (noch nicht implementiert)
Hier stellen Sie die gewnschten Textattribute wie Gre, 
Schrifttyp und anderes ein.
    

Maskenfunktionen 
================

(Menpunkt "Masken" oder Funktionstaste 'F5') 
 
Mit diesem Menpunkt erreichen Sie alle Maskenfunktionen. Eine 
Maske ist ein 8-Bit (Halbton)-Bild, welches die gleichen Ausmae hat wie 
das "Hauptbild". Aufgrund der 8 Bit kann man weiche Abstufungen 
erzeugen, da die Maske nicht nur den Zustand "An" und "Aus" kennt, 
sondern 256 Zwischenstufen kennt.

Dadurch sind sehr viele Effekte mglich, Ihrer Phantasie sind dort 
keine Grenzen gesetzt. Masken sind auch auf monochromen Bildern echte 
8-Bit-Masken, was zu vielen Effekten herangezogen werden kann.
    
Alle Funktionen in Chagall, bei denen es Sinn macht, knnen eine Maske 
beachten. Dies lt sich in den korrespondierenden Dialogboxen 
einstellen. Sind Sie jedoch im Modus "Malen auf Maske", erreichen Sie die
speziellen Maskenfunktionen jedoch nicht, da eine Maske nicht wiederum eine
Maske haben kann (und diese wiederum eine etc ...). Um diesem "der Spiegel
im Spiegel im Spiegel im Spiegel ..." Problem zu entgehen, ist in diesem
Modus die Maskenbox gesperrt.
 
Maske anlegen 
Ist noch keine Maske vorhanden, wird eine leere Maske erzeugt. Sollte 
schon eine vorhanden sein, wird ihr Inhalt gelscht, der Speicher 
bleibt erhalten.

Maske invertieren 
Die Maske wird invertiert, d.h. Schwarz wird Wei und umgekehrt: es 
entsteht ein Maskennegativ 

Maske einbrennen 
Die Maske wird 1:1 in das Bild gebrannt, d.h. dort, wo die Maske Wei 
ist, also durchscheinend, bleiben die Bildinformationen erhalten, bis 
hin zum Schwarz, welches keine Bildinformation durchlt.

Maske laden 
Ein ESM Bild (auch mit der Endung *.MSK) kann als Maske geladen werden 

Maske speichern 
Die Maske kann als ESM Bild (auch mit der Endung 
*.MSK) gespeichert werden 

Maske mit Zauberstab 
ber bestimmte Farbbereiche kann nach bestimmten Kriterien eine Maske 
gelegt werden. Dies kann global oder auf zusammenhngende Flchen 
begrenzt ("Zauberstab") angewandt werden. Diese Funktion ist fr das 
automatische Freistellen geeignet. (Noch nicht implementiert) 

Maske als Bild 
Die Maske wird in ein Fenster gelegt und als "autonomes" Bild 
betrachtet.

Bild als Maske 
Ein Halbtonbild wird in einem Fenster als Maske eingeklinkt. (noch 
nicht implementiert) 

Maske lschen 
Die Maske wird physikalisch gelscht, d.h. der Speicher wird 
freigegeben.

 
Module 
======

(Menpunkt "Module" oder Funktionstaste 'F6') 
 
Unter diesem Punkt verbergen sich nachladbare Module, die von einer 
hier erscheinenden Toolbox angesprochen werden.
 
Momentan ist hier noch keine Funktion zu erreichen. Als Module sind in 
Vorbereitung:
 
- automatischer Vektorisierer (Farbe) 
- Vektorberabeitung 
- Farbkalibration fr Scanner 
- weitere Filterfunktionen 
- geometrische Verzerrungen 

 
Werkzeugparameter 
=================

(Menpunkt "Parameter" oder Funktionstaste 'F7') 
 
Diese Parameterbox erlaubt es, fr jedes Werkzeug individuell 
Farbe, Gre, Form, Intensitt und andere Eigenschaften einzu- 
stellen. Da diese Box sehr oft bentigt wird, kann man sie 
direkt erreichen, ohne ber den Doppelklick auf ein Werkzeug- 
icon gehen zu mssen.
 
Eigenschaften, mit denen ein Werkzeug nichts anzufangen wei, 
(z.B. Farbe beim Schwamm ...), werden nicht selektierbar dar- 
gestellt oder versteckt.
 
Einstellbar sind im allgemeinen:
    
Farbe in RGB-Werten,
entweder direkt ber die Schieber oder 
Auswahl durch Klick in die Farbraumbox.

Gre 
Einstellen in n+1 Pixeln (n luft von 0 bis 256).
    
Werkzeugform
kreisfrmig (Standard), rechteckig, Diagonale in zwei Richtungen

Intensitt 
Minimal, normal, maximal. Je nach Intensitt wirkt z.B. ein deckendes 
Werkzeug (z.B. Tusche) voll deckend oder lt noch etwas Hintergrund 
durchscheinen. So knnen Sie z.B in einem gesonderten Fenster Farben 
mischen, indem Sie mit verminderter Intensitt mehrere Farben ber- 
einander malen und dann mit "Farbe picken" (s.o.) den gewnschten 
Wert bernehmen.
 
Zusatz
Hier lassen sich zwei Dinge anwhlen. Mit "Maske" wird eine vorhandene 
Maske beachtet, soda die Maske beim Malen sozusagen "durchgerubbelt" 
wird. Somit knnen Sie Texturen (Materialstrukturen) die Sie als 
Halbtonbild vorliegen haben, benutzen, um z.B. einen Leineneffekt zu 
erzielen. Mit "UNDO" wird das Werkzeug nicht als einfarbiges Gert 
gesehen, sondern Sie malen mit dem, was sich unter der Maus im UNDO- 
Puffer befindet. Dies, kombiniert mit einer Maske, ermglicht es Ihnen, 
aus einem Foto eine Grafik zu machen, die einem Gemlde gleichkommt.
(noch nicht implementiert)

Die Einstellungen in der Parameterbox beziehen sich auf das in 
der Werkzeugbox aktivierte Werkzeug, egal, ob diese Box selbst 
aktiv ist oder nicht.

 

 
Sonstiges 
========= 
 
Weiterhin knnen Sie zu jedem Zeitpunkt Ihr aktuelles Bild mittels der 
SPACE-Taste in einem UNDO-Puffer einfrieren und ber die UNDO-Taste 
wieder hervorholen.

Sollte Ihnen die Ausgabe auf dem Bildschirm zu langsam sein, berprfen 
Sie, in der Dialogbox "Darstellung", Menpunkt "Optionen", die Checkbox 
"Kompatibilitt ...". Sollte diese selektiert sein, probieren Sie 
einmal aus, ob es nicht mglich ist, mit ausgeschalteter Kompatibilitt 
zu arbeiten. Dies ist bei den meisten Grafikkarten mglich. Ist danach 
die Bildschirmdarstellung korrekt, ist der Bildaufbau wesentlich 
schneller.
 
Noch etwas: sollten bei einigen Funktionen die erwnschten Ergebnisse 
ausbleiben, ist anzunehmen, da die entsprechende Funktion noch nicht 
voll implementiert ist!

===================================================================

     
Tastaturbefehle:
================
 
Im Malmodus:
     
Maustaste bei gedrckter CTRL-Taste:
Es wird der Werkzeugumriss gezeichnet, ohne zu malen 
(Positionierhilfe). 

ALT und Mausklick:
Aus dem unter der Maus befindlichen Bild wird ein Block in der Gre 
des Werkzeuges bernommen, mit dem gemalt werden kann.

SHIFT und Mausklick:
Die Farbe unter der Maus wird in das aktuelle Werkzeug bernommen 
(falls das Werkzeug Farbe trgt, z.B. beim UNOD-Stift wre dies 
sinnlos). 

UNDO 
Der UNDO- Puffer wird in das Bild kopiert (wenn vorhanden). 

SPACE
Der aktuelle Bildinhalt wird in den UNDO- Buffer kopiert.  

F1 bis F7 
Toolboxen bzw. Wekzeugparameter.

F8 bis F10 
Darstellung : Bild allein / Maske allein / beides. 
Wirkung am besten mit 'SHIFT + CLR' berprfen.  

Bei Funktionen, deren Ausfhrung lange dauert:

Durch das Drcken beider 'SHIFT'-Tasten kann ein Abbruch erzwungen 
werden.
     
bei Lineal: 
(Kreis, Rechteck, Bzier):
        
SHIFT und Klick 
Abbruch 
 
bei Bzier zustzlich:

ALT und Klick 
Malen 

ALT, CTRL und Klick 
Malen und Kurve schliessen 
 
CLR 
aktuelles Fenster (nicht immer nur Bild, 
kann auch ein Dialog sein) neu zeichnen 

SHIFT und CLR 
kompletten Bildschirm neu zeichnen 
 
1 bis 0 (nicht im Zehnerblock)
Zoomstufe direkt (100% ... 1000%)
 
Cursor-Tasten
Bild in entsprechende Richtung scrollen 
 
+ und -  (nicht im Zehnerblock)
Zoom * 2 und / 2
 
< und > 
aktuelles Werkzeug 1% dunkler/heller 
 
+ und - (im Zehnerblock)
aktuelles Werkzeug um 3 Pixel grer/kleiner 

 
Noch nicht implementiert:
 
HELP
Online Hilfe aktivieren 


Tips und Trouble shooting
=========================

Sollte bei dem Laden eines Bildes nur Pixelmll auf dem Bildschirm er-
scheinen, berprfen Sie, ob unter "Optionen / Darstellung ..." der
Punkt "Kompatibilitt bei der Anzeige" aktiviert ist. Wenn nicht, holen
Sie dies nach, und Ihr Problem drfte gelst sein.

Sollten Ihnen die Fenster ausgehen, so knnen einige Dialogboxen nicht
mehr so arbeiten, wie sie konzipiert wurden (z.B. GammaKurve, diese
mu in einem Fenster liegen). Aus diesem Grunde kann es zu Problemen
beim Restaurieren des Bildschirmes kommen, wenn der Dialog geschlossen
wird. Wir werden versuchen, einen Modus zu finden, in welchem dieses
nicht passieren kann bzw. umgangen wird. Momentane Abhilfe: Sollte
sich ein Dialog ohne Fenster ffnen, so schlieen Sie ihn wieder und
schlieen auch ein anderes Fenster. Dadurch wird fr den Dialog wieder
ein Fenster frei und kann wie gewohn bedient werden. Sollte trotzdem ein-
mal der Bildaufbau nicht in der gewohnten Qualitt erscheinen, so drcken
Sie 'SHIFT + CLR' und der Bildschirm wird korrekt restauriert. Besser
noch, Sie installieren WINX. Diese Betriebssystemerweiterung lt
solche Probleme erst gar nicht aufkommen, auerdem wird die Bedienung
um einiges komfortabler, soda auch die Arbeitsgeschwindigkeit be-
trchtlich zunimmt.
